16.07.2020: ntv: Stürme, Insekten, Trockenheit – Waldsterben erreicht historisches Ausmaß

Der Klimawandel hat laut Experten Schäden im historischen Ausmaß in deutschen Wäldern hinterlassen. Es müsste bereits eine Fläche so groß wie das Saarland aufgeforstet werden. Die Bundesregierung hat 2019 dafür 800 Millionen Euro Nothilfen beschlossen – deutlich zu wenig, wenn es nach den Grünen geht.

Die Schäden in deutschen Wäldern haben nach Einschätzung von Experten ein historisches Ausmaß erreicht. „Wir erleben gerade die schwerwiegendste Waldschaden-Situation (…) seit Beginn der geregelten nachhaltigen Waldbetreuung und Waldbewirtschaftung, das heißt also seit mehr als 200 Jahren“, sagte Waldschutz-Professor Michael Müller von der TU Dresden in Berlin.

Die jüngsten Angaben von CDU-Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner zu Waldschäden vom Februar dürften nach Müllers Einschätzung „längst überholt sein“. Damals hatte Klöckner von 160 Millionen Kubikmetern Schadholz gesprochen und 245.000 Hektar Fläche, die wieder aufgeforstet werden müssen – das ist fast so groß wie das Saarland.

Die finanziellen Mittel für Aufforstung und den Waldumbau hin zu widerstandsfähigen Mischwäldern seien da, sagte Müller. Es brauche aber passende rechtliche Rahmenbedingungen „und vor allem ausreichend Personal auf allen Ebenen“.

Grüne fordern deutlich mehr Geld für Aufforstung

Bund und Länder stellen für die kommenden vier Jahre knapp 800 Millionen Euro zusätzlich bereit. Nach Ansicht der Grünen müsste diese Summe jedoch noch einmal um 50 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro erhöht werden, um die gesamte schadhafte Fläche zu räumen und aufzuforsten, schrieb die „Augsburger Allgemeine“. Die bisherigen Hilfen seien nur „ein Tropfen auf die austrocknenden Böden“, sagte der Grünen-Waldexperte Harald Ebner der Zeitung.

Neben der Klimaanpassung bestehender Wälder und dem Aufforsten von Mischwäldern müsse man sich mehr als je zuvor um eine pflegliche Waldbehandlung kümmern, sagte Andreas W. Bitter, der an der TU Dresden Professor für Forsteinrichtung ist.

Das bedeute vor allem, den Boden zu schonen, etwa über Regelungen zum Maschineneinsatz. Besonders von Waldschäden betroffen sind Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Hessen und Thüringen. Forstbetriebe erlebten einen finanziellen Einbruch, die Folgen für den Tourismus seien noch nicht absehbar, sagte der Oberbürgermeister der Harz-Stadt Wernigerode, Peter Gaffert, der auch schon Direktor zweier Nationalparks war.

Auch die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald äußerte sich besorgt angesichts der Lage. Die inzwischen rund zweieinhalbjährige Dürre führe zu einer starken Ausbreitung von Borkenkäfern, sagte Geschäftsführer Christoph Rullmann der „Passauer Neuen Presse“. Das „große Problem“ sei der Klimawandel. Dieser führe zu Wassermangel, Waldbränden und Wetterextremen wie etwa Stürmen.

Rullmann forderte von der Politik durchgreifende Maßnahmen, um die Wälder an die sich verändernden Klimabedingungen anzupassen. Dazu gehöre die Pflanzung von mehr Laubmischwald, da dieser resistenter gegen Trockenheit sei als Nadelwälder. „Dieser Prozess muss jetzt aber schnell gehen, weil man ganze Flächen hat, die kahl sind.“

Quelle: ntv.de, ysc/dpa/AFP

13.07.2020: Doppelt so viel Schadholz wie nach „Kyrill“ … Borkenkäfer-Plage lässt Waldbauern verzweifeln – Umweltministerin informiert sich in Olpe

Kirchesohl/Kreis Olpe. Den heimischen Wäldern geht es schlecht – und damit auch den privaten Waldbesitzern. Mehrere Stürme, zwei Dürresommer in Folge und vor allem der massive Borkenkäfer-Befall haben deutliche Spuren hinterlassen. Das wurde am Montagnachmittag, 13. Juli, beim Treffen von Waldbauern mit CDU-MdB Matthias Heider und NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser in einem Waldstück bei Olpe-Kirchesohl deutlich.„Die Borkenkäfer-Kalamität ist eine Katastrophe und das Schlimmste, was uns in den letzten Jahrzehnten ereilt hat“, leitete Heider ins Thema ein. Ministerin Heinen-Esser pflichtete bei: „Der Wald ist in einer sehr großen Krise. Bis zum Jahresende wird es 34 Millionen Kubikmeter Schadholz geben.“ Zum Vergleich: Das ist mehr als doppelt so viel wie nach dem verheerenden Orkan „Kyrill“.

Die Ministerin, die sich als sehr gut vorbereitet und fachlich versiert erwies, sieht vor allem zwei Probleme: das Schadholz zügig aus den Wäldern zu bekommen und die Wiederaufforstung voranzutreiben.

Heinen-Esser verwies darauf, dass das Land NRW im Rahmen seines Konjunkturprogramms 28 Millionen Euro für die Waldbesitzern bereitstelle. Aus der Bundesförderung von insgesamt einer halben Milliarde Euro rechnet sie mit 100 bis 125 Millionen Euro, die nach NRW fließen.

„Wir wären froh, wenn wir in den Genuss von Fördermitteln kämen, aber da gibt es hohe Hürden und ellenlange Anträge“, berichtete Michael Bieke (Bonzel), der Bezirksvorsitzende des Waldbauernverbandes. Er bat die Ministerin um ein unbürokratisches und einfaches Antragsverfahren. Die CDU-Politikerin machte ihm wenig Hoffnung: „Es handelt sich bei den Fördermitteln um Steuergelder. Es muss gewährleistet sein, dass die da ankommen, wo sie sollen. Deshalb kann ich Ihnen Anträge nicht ersparen.“

Die Gleichstellung von Privat- und Staatswald forderte Ferdinand Funke (Serkenrode) als Landesvorsitzender der Forstwirtschaftlichen Vereinigung. Viele Privatwaldbesitzer fühlten sich von den hoheitlichen Förstern des Landesbetriebs bevormundet. Die Benachteiligung von Forstbetriebsgemeinschaften müsse endlich aufhören, so Funke. „Schildern Sie das an konkreten Beispielen und lassen mir das schriftlich zukommen“, entgegnete die Ministerin.

„Wir arbeiten Tag und Nacht an der Schadholzaufarbeitung. Beim Borkenkäfer haben wir alle Stadien von der weißen Larve bis zum flugfähigen Käfer. Bei Großwaldbesitzern reden wir nicht von Millionen-, sondern von Milliardenschäden“, schilderte Ludger Mester (Privatwald Walter Viegener), wie dramatisch die Situation in den Wäldern ist.

Angesichts der Dimensionen der Borkenkäfer-Plage seien 30.000 Euro Höchstförderung je Waldbesitzer ein Desaster. Mester: „Ich habe Angst, dass manche Waldbesitzer resignieren und nicht mehr aufforsten.“ Er forderte mehr staatlich finanzierte Lagerkapazitäten, zum, Beispiel große Nasslagerplätze, um die enormen Holzmengen, die durch den Borkenkäfer anfallen, zwischenzulagern.

„Der Staat kann nicht jeden Schaden zu 100 Prozent ausgleichen. Das geht auch bei Corona nicht, denn das kann der Staat einfach nicht leisten“, warb Ursula Heinen-Esser um Verständnis. Vielmehr gehe es darum, wie man die Fördermittel am sinnvollsten einsetze. Sie hält die Begrenzung der Förderung für richtig, „weil sonst die großen Waldbesitzer alles abgreifen“.

Michael Richard, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes, warb darum, Schadholz-Waldflächen in bestimmten Fällen in landwirtschaftliche Flächen umzuwandeln. Dies sei bisher kaum möglich, mache aber gerade im besonders waldreichen Kreis Olpe Sinn.

„Das nehmen wir mit und prüfen es“, versprach die Ministerin. Sie berichtete, dass im Ministerium derzeit auch darüber nachgedacht werde, die Errichtung von Windkraftanlagen auf Kalamitätsflächen zu erleichtern, um Waldbesitzern zu helfen.

Ein Artikel von Wolfgang Schneider

12.07.2020: Welt am Sonntag: BRANDGEFAHR UND BORKENKÄFER „Geschieht nichts, steht ein Inferno im Wald bevor“

Abgestorbene Bäume und trockenes Gestrüpp sind leicht entzündbar und ein idealer Nährboden für den Borkenkäfer. Doch es fehlt das Geld, das Schadholz abzuräumen. Die FDP fordert vom Bund einen Rettungsschirm für den Wald.117

In den deutschen Wäldern lagern rund 160 Millionen Kubikmeter Schadholz, die dringend geräumt werden müssten. Doch angesichts der anfallenden Mengen sind die Preise für Holz derzeit so niedrig, dass nicht einmal die Kosten für die Bergung gedeckt werden können. Der forstpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Karlheinz Busen, fordert daher jetzt die Bundesregierung auf, das Schadholz aufzukaufen und zwischenzulagern. „Nur so lässt sich die exponentielle Entwicklung der Waldschäden stoppen“, sagte Busen WELT AM SONNTAG. „Geschieht weiterhin nichts, steht ein Inferno im Wald unweigerlich bevor.“

Trockenheit, Hitze und auch Stürme haben in den vergangenen Jahren in den Wäldern enorme Schäden angerichtet. Bundesweit ist nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums eine Fläche von rund 250.000 Hektar betroffen. Wo aber Bäume absterben und vertrocknen, steigt die Waldbrandgefahr und Schädlinge wie der Borkenkäfer breiten sich aus – wodurch noch mehr Schäden entstehen. Deshalb, so Busen, sei es wichtig, das Schadholz aus dem Wald zu holen und dabei vor allem auch die vielen privaten Waldbesitzer finanziell zu unterstützen: „Im Energie- und Klimafonds stehen genügend Mittel dafür zur Verfügung.“

Mehr als eine Million Arbeitsplätze in Deutschland würden direkt oder indirekt an der Forstwirtschaft hängen. Jährlich speicherten die deutschen Wälder 127 Millionen Tonnen Kohlendioxid und würden damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten, heißt es weiter. Der Erhalt der Wälder sei daher insgesamt von „unschätzbarem Wert“. Der Antrag soll umgehend in den Bundestag eingebracht werden, damit er gleich nach der Sommerpause zur Abstimmung gestellt werden kann.

Dieser Text ist aus der WELT AM SONNTAG.

10.07.2020: Das Wisent-Projekt… Tierquälerei im Namen des Artenschutzes?

Ein Europa weit einzigartiges „Artenschutzprojekt“…Dieses Bild ist am 3.7.20 in der Nähe von Schanze entstanden. Ein weiterer Beweis dafür, dass dieses Projekt gescheitert ist. Jeder Landwirt, der seine Tiere in so einem Zustand präsentieren würde, hätte längst eine Anklage wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz am Hals….

04.07.2020: Mein Youtube Kanal Wald & Wild TV – 500 Abonnenten!

DANKE, DANKE, DANKE!Ich danke Euch Allen, ich hätte tatsächlich nicht gedacht, dass es so Viele interessiert, was ich draußen in den verschiedenen Revieren und Betrieben so erlebe….Ich hoffe, laufend noch besser zu werden, Euch mit spannenden, informativen und unterhaltsamen Beiträgen mitzunehmen und meine persönlichen Erlebnisse und Eindrücke mit Euch teilen zu dürfen! #waldundwildtv

#abonniertmeinenkanal

#youtube#

#vonwaldundwild

03.07.2020: BILD: WEIL BILLIARDEN VON DEN SCHÄDLINGEN UNTERWEGS SIND Tötet der Borkenkäfer jetzt den ganzen Wald?

von: TOBIAS KINDEL

Möhnesee – Er ist der schlimmste Schädling, den unser Wald kennt!

Nur 200 Borkenkäfer mit einer Größe von wenigen Millimetern können eine stattliche Fichte mit 50 Metern Höhe absterben lassen. Schon in den heißen und trockenen Sommern von 2018 und 2019 hat der kleine Käfer Millionen Fichten in NRW so den Garaus gemacht.

Jetzt schlägt der Landesbetrieb „Wald und Holz“ zusätzlich Alarm: Der Borkenkäfer befällt auch andere Baum-Arten!

Im Bereich Möhnesee hat der Schädling erstmals Kiefern angegriffen und absterben lassen. Bundesweit der erste Fall! Auch am Niederrhein gibt es erste Verdachtsfälle bei Kiefern. „Das haben selbst altgediente Forstleute noch nicht gesehen“, sagt Michael Blaschke (61), Sprecher des Landesbetriebs. Und auch in der Rinde von Douglasien wurden Larven des Buchdruckers gefunden. Die Bäume konnten sich allerdings (noch) mit ihrem Harz gegen den Käfer wehren.

Doch warum attackiert der Schädling jetzt andere Gehölze? Schuld ist sein massenhaftes Vorkommen!

„Es sind Billiarden von Borkenkäfern unterwegs. Wenn keine Fichten mehr da sind, gehen sie auch auf andere Baumarten. In der Not frisst der Teufel Fliegen“, erklärt Dr. Mathias Niesar (62), Waldschutzexperte beim Landesbetrieb.

Und er warnt: Der Borkenkäfer könnte auch auf Laubbäume übergehen. „Es ist denkbar, dass der Buchdrucker auch Buchen, Erlen, Eichen oder Eschen befällt.“ Dazu laufen beim Landesbetrieb gerade Versuche. Die Folgen für den Wald wären dramatisch!

Nur ein kühler und feuchter Sommer könnte die weitere Ausbreitung des Käfers eindämmen.

01.07.2020: Podcast „DJZ-Kanzelklatsch“ mit Forstkontor Sommer…

Hört mal rein, ich glaube, es lohnt sich!https://djz.de/podcast-download/177275/kanzelklatsch-juni-2020-forst-jagd-und-klimawandel.mp3#sastahunting#djzkanzelklatsch#podcast#forstwirtschaft#wald#waldderzukunft

26.06.2020: Die DJZ zu Gast bei Forstkontor Sommer

Spannender Besuch…@pd.jagd und @ralfbonnekessen von @deutsche_jagdzeitung zu Gast in „unserem“ stark von Kalamitäten gebeutelten Betrieb im HSK.

Peter hat in seiner Rolle als CIC Bewerter einige Trophäen aus Deutschland und Großbritannien bewertet… Spannend und hochinteressant, bei einigen kapitalen Böcken gab es die ein oder andere Überraschung, der Keiler aus Ostdeutschland schrabbte haarscharf an Silber vorbei…

Jetzt noch nen Podcast mit Peter und Ralf aufzeichnen, einige Aufnahmen zu einem Filmbeitrag für #djztv sind schon im Kasten, mal sehen, was daraus wird.

#sastahunting

#huntingwithfriends

#jagenmitfreudebeifreunden

#waldundwildtv

#deutschejagdzeitung

25.06.2020: Wld & WIld TV bei Fieldsports Britain!

Danke, Charlie Jacoby, ich bin wieder dabei!! 41:35…

20.06.2020: Lobbyisten-Kataster und Die Grünen …

Echt jetzt….? Die Grünen wollen ernsthaft auch das dringend notwendige Lobbyisten – Kataster?Das wird ja spannend…. Verquickungen der Politiker zu teils radikalen Umwelt- und Tierschutzverbänden; Verbandsfunktionäre, die in Ministerien berufen werden, usw… Da bin ich mal sehr gespannt, welche interessanten Verbindungen da zutage treten werden…

🤔