01.09.2020: Animierte Satellitenbilder: So sieht das Fichtensterben aus dem All aus

Von Lars Wienand

Waldsterben in Deutschland: So sieht der Kahlschlag aus dem All aus. Der Harz aus dem All 2020 und 2018: Großflächig sind Waldflächen verschwunden.  (Quelle: Copernicus Sentinel, Europäische Union)

Der Harz aus dem All 2020 und 2018: Großflächig sind Waldflächen verschwunden. (Quelle: Copernicus Sentinel, Europäische Union)

Ein Waldfläche größer als das Saarland ist in Deutschland seit 2018 durch Dürre und Schädlinge zerstört worden. Das ist auch aus fast 800 Kilometern Höhe zu sehen.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium kommt kaum hinterher mit dem Korrigieren seiner Zahlen: Rund 285.000 Hektar Wald müssen wiederaufgeforstet werden, weil Dürre, Sturm und Schädlinge dort gewütet haben. Der Kahlschlag trifft vor allem Fichtenwälder.

Sauerland: Links unten ist Arnsberg zu sehen. In der Heimat von CDU-Politiker Friedrich Merz hat der Naturpark schwer gelitten. (Quelle: Copernicus Sentinel, Europäische Union)

Sauerland: Links unten ist Arnsberg zu sehen. In der Heimat von CDU-Politiker Friedrich Merz hat der Naturpark schwer gelitten. (Quelle: Copernicus Sentinel, Europäische Union)

Das ist auch aus dem All gut zu sehen. t-online.de hat Bilder der europäischen Erdbeobachtungssatelliten Sentinel 2 aus August 2018, August 2019 und August 2020 ausgewertet und animiert.

Kahlschlag im Harz: Rund um den Brocken bieten sich traurige Bilder. Rechts oben im Bild aus 800 Kilometern Höhe ist Wernigerode zu sehen. (Quelle: Copernicus Sentinel, Europäische Union)

Kahlschlag im Harz: Rund um den Brocken bieten sich traurige Bilder. Rechts oben im Bild aus 800 Kilometern Höhe ist Wernigerode zu sehen. (Quelle: Copernicus Sentinel, Europäische Union)

Sie vermitteln einen Eindruck, in welchem Ausmaß in manchen Regionen der Wald verschwunden ist. Die Bilder zeigen aus fast 800 Kilometern Höhe Regionen im Sauerland, im Harz, im Teutoburger Wald, im Taunus und im Westerwald. Dort hat t-online.de Bundeswehrsoldaten im Kampf gegen das Fichtensterben begleitet

Teutoburger Wald: Vom Hermannsdenkmal blickt Arminius auf kahle Flächen. Rechts oben ist Detmold zu sehen.  (Quelle: Copernicus Sentinel, Europäische Union)

Teutoburger Wald: Vom Hermannsdenkmal blickt Arminius auf kahle Flächen. Rechts oben ist Detmold zu sehen. (Quelle: Copernicus Sentinel, Europäische Union)

Sentinel bedeutet übersetzt „Wächter“. Die ESA hat 2015 und 2017 die baugleichen Satelliten Sentinel-2A und Sentinel-2B ins All geschickt. Mit hochaufgelösten Spektralaufnahmen des von der Erdoberfläche reflektierten Lichts ist es Wissenschaftlern auch möglich, zu bestimmen, welche Vegetation wo wächst und wo sich Wasser findet.

Taunus: 15 Kilometer nördlich von Wiesbaden sind bei Idstein große Flächen zerstört. Durchs Bild verläuft die A3. Vor allem auf dem Bild von 2019 ist im Vergleich zu sehen, wie sich durch die Ernte das Gesicht der Landschaft verändern kann.

Taunus: 15 Kilometer nördlich von Wiesbaden sind bei Idstein große Flächen zerstört. Durchs Bild verläuft die A3. Vor allem auf dem Bild von 2019 ist im Vergleich zu sehen, wie sich durch die Ernte das Gesicht der Landschaft verändern kann.

Land- und Forstwirtschaft werden von Sentinel-2 genauso erfasst wie etwa Überschwemmungen, Waldbrände sowie Erdrutsche. 

Fichtenwälder auf der als Köppel bekannten Erhebung bei Montabaur. Von oben nach rechts verläuft die Autobahn A3 von Köln nach Frankfurt, davon geht die Autobahn A48 nach Koblenz ab.  (Quelle: Copernicus Sentinel, Europäische Union)

Fichtenwälder auf der als Köppel bekannten Erhebung bei Montabaur. Von oben nach rechts verläuft die Autobahn A3 von Köln nach Frankfurt, davon geht die Autobahn A48 nach Koblenz ab. (Quelle: Copernicus Sentinel, Europäische Union)Verwendete Quellen:

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