25.10.2015: “Spacer” Training

In den durch Orkan “Kyrill” geschädigten, Sauerländer Revieren stellt sich mehr und mehr die Frage der Behandlung der Aufforstungsflächen.

Nolte

In Anbetracht der unterschiedlichsten Sukzessionen (Landreitgras, Brombeere, Ginster oder Birke) haben die angelegten Kulturen auch mit den unterschiedlichsten Konkurrenzsituationen zu kämpfen.

Handhabung Spacer

Mehr und mehr, auch in Anbetracht der nunmehr deutlich sichtbaren, zusätzlich aufgelaufenen Naturverjüngung, wird deutlich, dass der selektive Freischnitt mit dem sog. “Spacer” (Fa. Husqvarna), auf die einzelne Baumart bezogen und auf eine deutliche Stammzahlreduktion (in der Birke) abzielende Pflege das effektivste Verfahren zu sein scheint.

Pflegepfad

Wir nutzten das Fachwissen des forstlichen Bildungszentrums in Arnsberg (Dank an den Profi Herrn Nolte!), die maschinelle und personelle Ausstattung der Fa. P & P Forstbaumschulen, sowie die unterschiedlichen Aufforstungsflächen im Meinerzhagener Revier, um im Rahmen einer 1,5 tägigen Schulung die Flächenvorbereitung und Vorarbeiten (Kalkulationshilfen), die Arbeit mit diesem Gerät, sowie die Nachbereitung und Kontrolle zu erlernen.

Spacer im einsatz Fi

Ich denke, für die nun anstehenden Pflegeblöcke sind wir gut gerüstet!

25.10.2015: Frühzeitiger Buchen-Einschlag

Steilhang

Wie schon in den letzten Jahren, so starteten wir auch in diesem Jahr schon recht früh mit dem Einschlag des Buchen-Stammholzes.

Polterung

Das trockene Wetter, die angestrebte Frühlieferprämie, die extremen Steillagen und die Stärke des Holzes (Zielstärkennutzung bis zur 8. Klasse) brachten uns in Schwung und die Waldarbeiter um Tobias Bücker mächtig ins Schwitzen…

Timber!

dicke Stämme

18.10.2015: Impressionen von der Hirschbrunft 2015

Sonnenaufgang

 

Auch wenn uns das warme Wetter erst zu schaffen machte, die Brunft somit erst später einsetzte und die gesuchten Hirsche erst nach und nach anfingen, richtig “in Stimmung zu kommen”, so gab es doch wieder unvergessliche Momente….am See

im Birkenwald

Hirsch Porträt

am Hirsch

04.10.2015: Neo-Nectria-Befall bedroht Bergahorn!

Im Zuge des dringend notwendigen Sanitärhiebes in den vom Eschen-Triebsterben betroffenen Beständen entdeckte ich leider einen immer stärker werdenden Ausfall in einem angrenzenden Bergahorn-Stangenholz (bis geringes Baumholz)…

BAH Krone

Die Schadsymptome ähnelten denen der Esche, so dass ich befürchtete, der die Eschen befallende Pilz sei nun auch zum “Bergahorn-Killer” mutiert…

BAH Gesamt

Eine Rückkopplung mit Dr. Niesar (Versuchsanstalt NRW) erbrachte jedoch die Gewissheit, dass augenscheinlich ein Nectria-Pilz hier sein zerstörerisches Unwesen treibt.

Bereits in der AFZ 06/2013 wurde auf den Seiten 22-26 (http://www.nw-fva.de/fileadmin/user_upload/Verwaltung/Publikationen/2013/Langer_et_al_Pilzkrankheiten_Bergahorn_AFZ-2013-06_22-26.pdf) über diese Schadsymptome  und deren verschiedene Verursacher berichtet….

In Anbetracht der betroffenen Standorte, der angrenzenden, massivsten Schädigungen an den Eschen, sowie der Frage der zukünftigen Behandlung und Wiederaufforstung dieser Flächen, stellt sich die Frage, ob ein Wechsel hin zu Nadelholz nicht eine der wenigen, forstwirtschaftlich sinnvollen Optionen darstellt.

18.09.2015: NAPUBLICON – Konferenzreihe für Naturnutzer startet im September

Köln – Am 19. und 20. September 2015 startet die NAPUBLICON im sauerländischen Hemer. Das Ziel: Regelmäßige “Mitmach-Konferenzen“ für eine bessere Interessenvertretung des ländlichen Raumes, die wie Barcamps organisiert sind.
Weil sie auch von ihr leben, bewahren sie die Natur: die Land- und Forstwirte, Jäger und Angler, Imker, Schäfer und weitere Naturnutzer-Gruppen. Sie versorgen die Bevölkerung mit Lebensmitteln und nachwachsenden Rohstoffen, betreiben aktiv den Erhalt der Artenvielfalt sowie angewandten Naturschutz und dienen damit sogar der Seuchenprävention. Trotzdem steht jede dieser Gruppen immer öfter am medialen Pranger und wird zunehmend als naturschutzfeindlich wahrgenommen. Verkehrte Welt: Derweil die International Union for Conservation of Nature (IUCN) mit der Formel ‘use it or loose it’ die nachhaltige Naturnutzung längst als Basis für Artenvielfalt und Naturerhaltung erkannt hat, ist es in Deutschland genau umgekehrt. Eine Nutzergruppe nach der anderen wird systematisch und wirkungsmächtig aus dem Umfeld der Naturschutz- und Tierrechtsverbände öffentlich diskreditiert.
“Das klappt deswegen so gut, weil die einzelnen Gruppen meist unter sich bleiben”, ist Jochen Schumacher, Initiator der NAPUBLICON, überzeugt. Sein Ziel: Mit dieser ‘Mitmach-Konferenz’ den im ländlichen Raum Aktiven eine Plattform zur Vernetzung untereinander zu bieten, auch mit Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft. Dass gerade aus deren Reihen namhafte Vertreter bereits ihre Teilnahme zugesagt haben, freut den Kölner besonders: ” Die NAPUBLICON wird so zu der Gesprächsplattform für eine verantwortliche Naturnutzung.“
Mit der NAPUBLICON überträgt er ein in vielen anderen Bereichen bereits bewährtes Konferenzformat erstmals auf den ländlichen Raum. Den Teilnehmern der unterschiedlichen Gruppen bietet das übergreifend Gelegenheit, Einzelprojekte vorzustellen und neue zu entwickeln. Von Impulsvorträgen an den Vormittagen inspiriert, sind sie in nachmittäglichen Workshops eingeladen, Ideen für gemeinsame Projekte ihrer schonenden Bewirtschaftung und Freizeitnutzung der Kulturlandschaft zu entwickeln und aufs Gleis zu setzen. Und das auch gruppenübergreifend öffentlich zu kommunizieren – für ein Standing in der Gesellschaft, das ihrer Arbeit für die Allgemeinheit wieder angemessen Rechnung trägt.

15.09.2015: Eschentriebsterben im ostwestfälischen Revier!

Esche Kronenbild

Das seit Jahren um sich greifende Eschen-Triebsterben hat uns in diesem Sommer dazu gezwungen, einen drastischen Sanitärhieb in zwei Eschen-Reinbeständen zu veranlassen.

ES NVJ

Die spätsommerliche Trockenheit erlaubte uns eine zügige, Harvester-gestützte Abwicklung, in deren Verlauf über 800 Efm Holz aus diesen stark wasserbeeinflussten Beständen entnommen wurden.

Harvester im EinsatzES Ernte

 

 

Holz messen

Leider zeigen die übrig gebliebenen Stämme ein ähnlich schlechtes Kronenbild, so dass mit weiterem Ausfall und Abgang zu rechnen sein wird.

Es-Kronen

Nun stehen wir vor der schwierigen Frage der zukünftigen Behandlung dieser Bestände:

Bisher finden sich in der tlw. üppigen Naturverjüngung keine resistenten Sämlinge.

ES Bestand

Ein angrenzender, durchaus standortgerechter Bergahorn-Bestand ist durch Neo-Nectria-Befall ebenfalls massivst geschädigt (s. folgenden Beitrag) und muss ebenfalls “umgebaut” werden.

Einer weiteren Verbuschung muss durch eine aktive Aufforstung unbedingt entgegengewirkt werden.

 

04.07.2015: Jagdliche Arbeiten

Zum Jahreswechsel wurde ich zusätzlich zur bisherigen forstwirtschaftlichen Tätigkeit nun auch mit der Übernahme der jagdlichen Bewirtschaftung eines weiteren Revieres beauftragt.

Hochsitz im Sonnenaufgang

Da ich Wald und Wild, Forstwirtschaft und Jagd als zwei, zueinander gehörende und sich ergänzende Formen der Landnutzung betrachte, mir dieses Revier zudem in all den Jahren der Beförsterung sehr “ans Herz gewachsen” ist, kam ich diesem Wunsch der Eigentümer gerne nach!

Kanzel -Am Anflug-

So war das Frühjahr und der Frühsommer von intensiven (jagdlichen) Arbeiten im Revier geprägt:

Neubau und Umsetzung von jagdlichen Einrichtungen

Neuer Drückjagd-Sitz

Neuanlage weiterer Äsungsflächen und Schußschneisen in den Windwurfflächen

Mulcher bei der arbeit

Intensivierung der Rehwildbejagung

Reh-Doublette

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Planung einer herbstlichen Bewegungsjagd

Standkarte

Neubau und Verteilung von Drückjagdsitzen

Drückjagdbock

… bleibt zu hoffen, dass unsere Bemühungen schon bald von Erfolg gekrönt sein werden!

 

 

 

 

19.06.2015: Der BVFF und seine Mitglieder auf den DLG Waldtagen

Liebe Besucher unserer Homepage,

anbei Impressionen von dem Stand des BvFF anlässlich der DLG Waldtage in Brilon.

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Das Zelt kam beim Publikum sehr gut an. Die Erwartungen an die Besucherzahl vom Veranstalter DLG und auch von uns wurden nicht ganz erfüllt.  Der Freitag war weitgehend “Behördentag”. Am Samstag war der Besuch wetterbedingt gering. Allein der Sonntag hat die Erwartungen erfüllt.

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Trotzdem war sehr viel interessiertes Publikum auf unserem Stand, vor allem Waldbesitzer und FBG-Vorstände, die sich nach Alternativen zu einer staatlichen Betreuung erkundigt haben. Auch zu anderen Angeboten wie Forsteinrichtung, Kartographie und Gutachten bestand rege Nachfrage.

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Es war gut, dass wir uns in dieser Zeit des Umbruchs als Berufsverband präsentiert und bekannt gemacht haben. Viele Waldbesitzer wussten noch nicht, dass es freiberufliche Forstleute gibt. Es wurden mehr als 250 Flyer mit den Angeboten aller Mitglieder und den Mitgliederlisten unter das Publikum gebracht.

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18.06.2015: DLG-Waldtage 2015: Gelungene Premiere!

Fotos: DLG

Insgesamt fast 10.000 private und kommunale Waldbesitzer, Land- und Forstwirte, Forstunternehmer sowie Brennholzselbstwerber informierten sich in Brilon-Madfeld (Sauerland) über alle Facetten rund um die effiziente Waldbewirtschaftung auf der neuen DLG-Freilandausstellung – Aussteller und Besucher sehr zufrieden

(DLG). Die Premiere der DLG-Waldtage ist gelungen. Dieses Fazit zog der Veranstalter DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) zum Abschluss der neuen Freilandausstellung, die vom 29. bis 31. Mai 2015 in Brilon-Madfeld (Sauerland) stattfand. Insgesamt fast 10.000 private und kommunale Waldbesitzer, Land- und Forstwirte, Forstunternehmer sowie Brennholzselbstwerber aus ganz Deutschland informierten sich über alle Facetten rund um die effiziente Waldbewirtschaftung. Wie DLG-Projektleiter Dr. Reiner Hofmann erklärte, „ist das Konzept dieser Freilandmesse mit Ausstellungsständen, praxisnahen Vorführungen und einem ergänzenden Fachprogramm voll aufgegangen.“ Aussteller und Besucher zeigten sich laut Dr. Hofmann „sehr zufrieden mit dieser Erstveranstaltung.“

Das Spektrum der insgesamt 164 Aussteller aus sieben Ländern umfasste Aspekte wie Waldschutz und -pflege, Holzernte, -lagerung und -transport, Holzbe- und -verarbeitung, Energie aus Holz, Kommunaltechnik, IT und Beratung sowie Arbeitssicherheit und Jagdbewirtschaftung. Die täglich durchgeführten Live-Vorführungen im Rahmen von Specials zu Themen wie „Sicherheit und Unfallschutz“, „Mechanisierte Holzernte“, „Bestandsbegründung“, „Jagd und Wildschadensverhütung“ oder „Sägespaltautomaten im Vergleich“ boten aktuelle Lösungen für die effiziente Waldbewirtschaftung. Dieses Informationsangebot stieß auf großes Interesse bei den Besuchern .Begeistert zeigte sich auch Pierre Grandadam vom Verband der Französischen Kommunalwaldbesitzer nach einem Rundgang über das Gelände: „Die DLG-Waldtage sind eine ganz besondere Informations- und Kommunikationsplattform. Hier treffen Informationsangebot und -bedarf in bester Art und Weise aufeinander.“

Ergänzend zum Angebot der Aussteller wurde den Besuchern ein interessantes Fachprogramm geboten, das mit dem unter der Federführung des Forstamtes Brilon durchgeführten 11. Briloner Waldsymposiums ein absolutes Highlight hatte. Wie Dr. Gerrit Bub, Leiter des städtischen Forstbetriebes Brilon erklärte, zogen die hoch aktuellen Themen die Besucher der DLG-Waldtage in großer Zahl an. „Wir sind sehr zufrieden mit dem diesjährigen Symposium. Die Entscheidung, das Briloner Waldsymposium im Rahmen der DLG-Waldtage stattfinden zu lassen, war absolut richtig“, betonte Dr. Bub, der auf große Synergieeffekte zwischen beiden Veranstaltungen verwies.

Die DLG-Waldtage 2015 wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Forstamt Brilon, dem Forstunternehmerverband Nordrhein-Westfalen (FUV), dem länderübergreifenden, beratenden DLG-Ausschuss für Forstwirtschaft sowie mit der Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG als Fachpartner durchgeführt. Die Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, hatte die Schirmherrschaft übernommen.

Die nächsten DLG-Waldtage werden im Jahr 2017 durchgeführt. Ort und Termin werden in Kürze bekannt gegeben.

27.05.2015: DLG-Waldtage 2015 – Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

 

 

 

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Besuchen Sie uns auf den ersten DLG-Waldtagen in Brilon!

Informieren sie sich über die Möglichkeiten einer kundenorientierten, auf Ihren Betrieb zugeschnittenen, ideologiefreien und vertrauensvollen Bewirtschaftung und Beförsterung Ihres Waldbesitzes.

Wir freuen uns, Sie an Stand 466 begrüßen zu dürfen.