24.12.2018: Weihnachtspost 2018

Liebe Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer, geschätzte Mandanten, Kunden, Auftraggeber und Auftragnehmer,
liebe Kolleginnen und Kollegen, Freunde und Bekannte, Jagdfreunde und Hundeführer,

jetzt ist es wirklich wieder so weit, Weihnachten ist da und damit hoffentlich auch einige besinnliche Tage für uns Alle!

Auch wir versuchen “herunterzufahren”, einige Tage abzuschalten und im Kreise unserer Lieben zu verbringen.
Gleichzeitig besinne ich mich auf das nun ebenso fast vergangene Jahr 2018, ein Jahr, welches von so gegensätzlichen Entwicklungen, Stimmungen und Ereignissen geprägt war:

Da war gleich zu Beginn des Jahres der Sturm “Burglind”, der uns zumindest lokal schwer zu schaffen machte, war doch ein Eichenbestand im Steilhang umgestürzt und hatte eine Ortschaft für gute 2 Wochen nahezu unerreichbar von der Außenwelt abgeschlossen.
Hier noch einmal Dank an die Stadt Hagen, sowie die Forstunternehmen Hahn & Siepe, sowie Tobias Bücker für ihre tolle Hilfe bei der Schadensbewältigung!

Die Schadensbewältigung ging dann nahezu nahtlos weiter, erwischte uns doch das Sturmtief “Friederike” und warf, diesmal nicht über Nacht, sondern am Tage, exakt 10 Jahre nach Orkan “Kyrill” wieder eine kaum überschaubare Menge Holz…

Dann kam er, der Jahrhundertsommer! Ein Traum, wochen-, nein monatelang trockenes, warmes Wetter, Sonnenaufgänge wie im Bilderbuch, perfektes Pool- und Badewetter, lauschige Abende auf der Terrasse und der Grill im Dauereinsatz. Einfach herrlich.
Doch nach einigen Wochen zeigte uns die Natur, dass das herrliche Wetter auch eine schlimme Kehrseite hatte: Die Trocknis führte zu erheblichen Schäden an unseren Wäldern, die immer weiter voranschreitende Austrocknung der Böden führte zum Absterben von Bäumen, der verminderte Saftdruck erlaubte es “Borkenkäfer & Co.” in noch nicht dagewesem Ausmaß ganze Hänge zu befallen und Waldbestände abzutöten, der trockene Wind nährte Waldbrände in nennenswerter Größe, tausende Hektar Wald, Laub- wie Nadelholz, jung wie alt sind abgestorben und stehen zumindest kurzfristig nicht mehr als Kohlenstoffspeicher, Wasser- und Bodenschutz, Lebensraum diverser Tier- und Pflanzenarten und Erholungsraum der Menschen zur Verfügung. Vom wirtschaftlichen Schaden ganz zu schweigen.
Noch immer sind wir mit der Schadensbewältigung befasst, der Holzmarkt wird in 2019 auch weiter darunter leiden, wir sehen mit mehr als “nervösem Magengrummeln” auf die möglichen Entwicklungen des neuen Jahres…

Was mir in diesem Zusammenhang wirklich zu schaffen machte und mich noch heute beschäftigt, war die Tatsache, dass dieses Waldsterben in der Öffentlichkeit und Politik über lange Zeit überhaupt nicht stattfand, bzw. scheinbar nicht gesehen wurde…
Während die äußerst fragwürdigen Aktivitäten um den “kleinen” Hambacher Forst, von diversen Verbänden, Institutionen und Aktivisten zu dem Symbol der “Energiewende” tagtäglich die Titelseiten der Medien füllten, ging das schnelle Sterben weitaus bedeutsamerer Waldgebiete völlig unter.
Im Gegenteil, die Presse und auch Teile der Politik machten das Treiben dieser vermeintlichen “Umweltaktivisten”, mit ihren rechtsbrecherischen und kriminellen Aktionen sogar noch “salonfähig”… Sehr traurig und bedenklich.
Hier galt es, zumindest ein Zeichen zu setzen, welches wir mit einer recht spontan angesetzten Demonstration am Rande der Agrarministerkonferenz dann auch getan haben.

Wie Sie auf meiner Facebook-Seite sehen können, oder es hoffentlich auch der Presse entnommen haben, habe ich sehr viel Zeit und Kraft in “Öffentlichkeitsarbeit” und Kontakte zur Politik gesteckt. Hier war es auch wieder traurig und bedenklich, dass ich als einzige Reaktion auf meinen offenen Brief an unseren Ministerpräsidenten Armin Laschet Rückkopplungen von Mitgliedern der CDU erhielt. Weder die FDP, noch die SPD, oder gar die so umweltbewussten Grünen haben sich dieser Thematik in der Politik und Öffentlichkeit mit größerem Interesse angenommen.

Was gab es sonst noch für, aus meiner Sicht, beachtenswerte Entwicklungen, jenseits der großen Weltpolitik und Geschehnisse ?

• Mit der finnischen Firma SASTA und meiner Mitarbeit im “PRO-Hunting Team” habe ich im Bekleidungsbereich einen interessanten Marktpartner und Anbieter gefunden. Ich freue mich auf die intensive Zusammenarbeit in der Zukunft!

• Es scheint tasächlich wahr zu werden, dass das Thema “Wolf”, oder besser “Wolfsmanagement” nun endlich in den politischen und öffentlichen Fokus kommt. Ich wünsche mir von Herzen, dass hier alle Akteure die Emotionen und Stammtischweisheiten vergessen und sich auf eine sachliche Diskussion, zum Wohle unserer Kulturlandschaft, den darin lebenden Menschen und (Nutz-) Tieren, sowie dann am Ende zum Wohle einer gesunden und angepassten Wolfspopulation hier bei uns in Deutschland einlassen werden.

• Gerade in diesem Sommer (es wurde viel gegrillt…), sowie in den letzten Wochen (der Weihnachtsbraten muss herbei…) habe ich eine deutlich erhöhte Akzeptanz für die Jagd und unsere Form der nachhaltigen Fleischbeschaffung erfahren. Zumindest in meinem Umkreis scheinen immer mehr Menschen ihren bisherigen (oftmals unbewußten) Fleischkonsum zu hinterfragen und sich bewußt für hochwertige Wildprodukte zu interessieren und zu entscheiden. Eine Entwicklung, die ich nur begrüßen kann und die vom Ansatz her, uns Allen gut tun würde!

• Wenn wir schon beim Thema Jagd sind… Für mich persönlich war es ein fantastisches Jahr, mit unzähligen Momenten, die mir noch lange in Erinnerung bleiben werden. Voller Dankbarkeit blicke hier zurück und sage Allen, die mir diese Momente ermöglicht haben, von Herzen “Waidmannsdank”!

• Ein weiteres, großes Dankeschön gilt unserem Team, welches die Arbeiten in den von uns bewirtschafteten Revieren übernimmt, verantwortet und so zur Zufriedenheit der Waldbesitzerinnen und -besitzer abgewickelt hat!
Ich möchte hier ausdrücklich meine Bürokraft Kerstin Körner, die wir mit Unmengen an Kalamitätsmeldungen und Holzlisten überhäuft haben; meine Kollegen Holger Dreeskornfeld und Hauke Moormann, als ebenso engagierte Förster auf der Fläche; den seit dem Sommer für uns tätigen Forstwirtschaftsmeister Alfred Spiekermann als fachlich versierte, unterstützende Kraft in diversen Betrieben und die Mannen um den Forstunternehmer Tobias Bücker nennen, die das ganze Jahr, in verschiedenen Konstellationen und Betrieben einen Großteil der anfallenden Forstarbeiten erledigt haben. Vielen Dank dafür, dass Ihr da seid, Verantwortung übernehmt und zum Gelingen des Ganzen beitragt!

• Ich danke, selbstverständlich auch im Namen des ganzen Teams Ihnen, liebe Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer, die Sie auf unsere vertrauensvolle Zusammenarbeit gebaut haben! Ich hoffe, wir konnten Großteils zu Ihrer Zufriedenheit die Bewirtschaftung Ihrer so unterschiedlichen Forstbetriebe darstellen. Gerade in einem Jahr wie 2018 konnten wir uns behaupten und Ihnen zeigen, was wir können! Wir freuen uns auf die Fortführung der Zusammenarbeit im neuen Jahr, begrüßen hier gleichzeitig unsere neuen Mandanten und Auftraggeber und wünschen denjenigen, die andere Wege, ohne uns eingeschlagen haben, für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg.

• Last but not least danken wir natürlich auch allen Kunden, Lieferanten, Sägewerkern und Holzhändlern, die mit uns dieses so schwierige Jahr 2018 bewältigt haben. Wir hoffen auf eine ebenso partnerschaftliche, vertrauensvolle und ehrliche Zusammenarbeit im neuen Jahr 2019!

Zum Schluß danke ich Euch, meinen Lieben, meiner Familie und meinen Freunden.

Ohne Euch, Eure Geduld mit mir, Eure herzliche Art, Eure Rückendeckung und Stütze, Eure ehrlichen Worte zur rechten Zeit und all die schönen und spaßigen Momente wäre es nicht ein solches Jahr 2018 gewesen – DANKE!

Jetzt wünsche ich Ihnen und Euch besinnliche Weihnachtstage, schöne, entspannte Stunden im Kreise der Lieben und dann einen gelungenen Start in das neue Jahr 2019,

herzlichst und

Mit freundlichen Grüssen
With kind regards

Michael Sommer
Forstkontor Sommer GmbH

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