17.10.2017: Es tut sich richtig was: Beförsterung in NRW vor gravierenden Veränderungen!

Bericht des Ministeriums

Die Umwelt-, Landwirtschafts-, Naturschutz- und Verbraucherschutzpolitik erhält in der neuen Wahlperiode neue Schwerpunkte.

Das hatte Umweltministerin Schulze Föcking bei Amtsantritt zugesagt.

Anfang Oktober hat die Ministerin vor dem Umweltausschuss des Landtags NRW ihren Bericht für die kommenden Jahre vorgelegt.

Die wichtigsten Ziele und Herausforderungen für die Forstwirtschaft in NRW können Sie auf den Seiten 6 bis 8 nachlesen.

Sie können unter diesem Link den 23-seitigen Bericht abrufen.

Beförsterung steht vor Reform

Über das Kartellverfahren gegen die gebündelte Holzvermarktung haben wir bereits mehrfach berichtet.

Jetzt wird auch das Land Nordrhein-Westfalen reagieren und die Vermarktung sowie die gesamte Privat- und Kommunalwaldbeförsterung in eine neue Struktur überführen.

Wie uns das Ministerium unterrichtete, wurde ein Brief an alle Verbände sowie auch an die Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse versandt, in dem die Erkenntnisse aus dem Gespräch zwischen Bundeskartellamt und Umweltministerium dargelegt werden. Auch sind darin die wichtigsten notwendigen Veränderungen bekannt gegeben worden.

Zur Planung und Umsetzung einer neuen Beförsterungs- und Vermarktungsstruktur kündigt das Ministerium an, zunächst eine Arbeitsgruppe mit den Waldbesitzerverbänden einzurichten.

Diese Arbeitsgruppe soll in diesem Herbst ihre Arbeit aufnehmen.

Für den Waldbauernverband wurden aktuell in diese Arbeitsgruppe entsendet: Ferdinand Funke, Armin Kuhl, Beatrix Boekstegers sowie Heidrun Buß-Schöne.

Weitere Bundesländer betroffen

Neben unserem Bundesland haben auch die Bundesländer Hessen, Thüringen und Rheinland-Pfalz Gespräche mit dem Bundeskartellamt geführt. Auch in diesen Bundesländern zeichnet sich ab, dass gravierende Änderungen in der derzeitigen Beförsterungspraxis rechtlich unausweichlich sind.

Quelle: Waldbauern-Aktuell-Nr. 36/2017: Beförsterung vor Veränderung

Liebe Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer,

besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen heißt es ja. So erhalten Sie heute von uns in einer besonderen Lage für den Waldbesitz und das Cluster Wald und Holz in NRW eine Extraausgabe des Waldblatts.

Unten finden Sie den Brief des Staatssekretärs Dr. Bottermann aus dem Umweltministerium an unsere Forstleute, nebst Anlage im Original zur Kenntnis. Sie werden selbst erkennen, dass die darin getroffenen Aussagen der Landesregierung zu tiefgreifenden Veränderungen unserer Zusammenarbeit führen werden. Die Weichen dazu möchte die Spitze des Ministeriums mit den Waldbesitzverbänden in einer Arbeitsgruppe stellen.

Ihr Andreas Wiebe

> Anschreiben Staatssekretär Dr. Bottermann an Wald und Holz NRW

> Anlage -  Information zum Stand des Verfahrens mit dem Bundeskartellamt und zum Auskunftsersuchen der EU-Kommission

 

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