30.09.2020: come-on.de: Kiersper Umweltausschuss tagt dort, wo vor Kurzem noch Wald stand

Fichten weg und Zukunft ungewiss

Förster Uwe Treff vermittelte den Mitgliedern des Umwelt- und Bauausschusses, aber auch interessierten Kierspern und zukünftigen Ratsmitgliedern einen Einblick in die Situation des Stadtwaldes.

Kierspe – Drastischer hätten die Bilder kaum sein können. Die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Bauen sahen auf ihrem Weg zum Ausgangspunkt der Exkursion im Wienhagen riesige Stapel mit Fichtenstämmen, abgestorbene Bäume und die Freiflächen, auf denen vor nicht allzu langer Zeit dichter Wald stand.

Bereits am Samstag waren die Mitglieder des Ausschusses, der am gestrigen Dienstag tagte, auf Einladung des Vorsitzenden Christian Reppel in den Stadtwald am Wienhagen gefahren, um sich über den Zustand des Waldes informieren zu lassen. Gemeinsam mit den beiden Kiersper Förstern Uwe Treff und Klaus Pokrand sowie Forstamtsleiter Jörn Hevendehl ging es in einem langen Autokorso in den Wald, um sich vor Ort ein Bild zu machen.

Ursprünglich wuchs Heide auf dem 455 Meter hohen Wienhagen, doch seit Jahrzehnten beherrscht die Fichte das Bild. Ein Baum, der mit den ehemals feuchten und nährstoffarmen Böden gut zurechtkam. Doch drei Trockenjahre in Folge und eine große Borkenkäferpopulation haben zunichte gemacht, was jahrzehntelang gewachsen war. „Die Fichte wird komplett verschwinden, da bin ich mir sicher. Auch die Bäume, die noch grün sind, sind befallen und werden nicht überleben“, vermittelt Förster Uwe Treff ein Bild von der Zukunft des Waldes.

Insgesamt sind knapp 48 Prozent der Fläche Kierspes mit Wald bedeckt, aber nur 110 Hektar davon gehören auch der Stadt. In den vergangenen Jahren wurden durch Einschlag immer einige zehntausend Euro für die Stadtkasse erlöst. Und auch die vergangenen drei Jahre brachten Erlöse, auch wenn diese – auf den Festmeter gerechnet – in keinem Verhältnis zu den Einnahmen aus Vorjahren stehen. Ist der Preis fürs Fichtenstammholz doch von 98 Euro im Jahr 2017 auf mittlerweile 32 Euro gesunken.

Die Fichte wird komplett verschwinden, da bin ich mir sicher. Auch die Bäume, die noch grün sind, sind befallen und werden nicht überleben.Uwe Treff, Förster

Das Holz, dass derzeit sauber aufgeschichtet am Wegesrand im Wienhagen liegt, konnte noch für 36 Euro abgerechnet werden und tritt nun seinen Weg nach Südkorea an. „Doch dagegen muss man auch die Kosten für den Holzeinschlag und Gebühren von gut 23 Euro pro Festmeter rechnen“, betonte Treff.

Aber nicht nur der Holzpreis ist gesunken, auch müssen die Stämme auf ein Maß von rund sechs oder zwölf Meter gekürzt werden, um in Containern Platz zu finden. Dadurch bleiben lange Stammstücke dort liegen, wo die Bäume gefällt wurden. „Wenn es finanziell darstellbar ist, holen wir dieses Holz von den Flächen, ansonsten bleibt es dort liegen und verrottet“, erklärt der Kiersper Förster. Auf Nachfrage eines Ausschussmitglieds bestätigte Treff, dass sich Privatleute dieses Holz für den eigenen Ofen gerne und kostenlos holen könnten – jedoch nur nach Anmeldung und auch nur, wenn sie über die entsprechende Sachkenntnis verfügen, dazu gehört unter anderem ein sogenannter Motorsägen-Führerschein.

Der Tourismus wird noch einge Zeit unter dem Holzeinschlag leiden.Uwe Treff, Förster

Derzeit, so Treff, seien etwa nach dem Einschlag 14 der 110 Hektar Stadtwald Freiflächen, „da kommen aber noch weitere 35 Hektar hinzu.“

Nun stellt sich das Problem der Wiederaufforstung. Doch da konnten die Forstfachleute keine Empfehlung geben. So beschränkten sie sich darauf mitzuteilen, welche Baumarten in ihrem Anbau gefördert werden.

Schon jetzt sei aber klar, führte der Förster aus, dass man auf Zäune verzichten wolle, um die Setzlinge zu schützen. Treff: „Da sind die Jäger gefordert. Wenn wir merken, dass diese ihrer Verpflichtung nicht nachkommen, werden wir sie schadensersatzpflichtig machen.“ Der Förster betonte aber auch, dass es mit den heimischen Jägern dabei auch kaum Probleme gebe, schwieriger sei es da schon mit Pächtern, die einen weiten Anfahrtsweg ins Revier hätten.

Klaus Müller von der Stadtverwaltung sah es als kritisch, auf Zäune zu verzichten und den Jägern die Verantwortung „zuzuschieben“. In diesem Zusammenhang wies Forstamtsleiter Hevendehl darauf hin, dass die Zuschüsse des Landes zur Wiederaufforstung nicht ausreichen würden, um die Kosten zu decken. „Kommen dann noch Zaunkosten dazu, wird es noch teurer. Pro Hektar benötigt man rund 400 Meter Zaun. Jeder Meter kostet 8 Euro, dazu kommen noch Kosten für die Erhaltung und auch noch einmal für den Rückbau. Außerdem wird der Lebensraum der Wildtiere massiv eingeschränkt“, so Hevendehl.

Unter den abgestorbenen Fichten drängen die Nachpflanzungen ans Licht.

Bedenken, dass die Neuanpflanzungen zu einem finanziellen Risiko führen könnten, wenn es weitere Trockenjahre gebe, konnte Treff zerstreuen: „Nachpflanzungen – wenn die Bäume vertrocknen – werden bis zu 60 Monate nach der Erstanpflanzung ebenfalls gefördert. Das gilt aber eben nicht bei Verbiss durch Tiere und Verwahrlosung.“

Interessiert zeigten sich die Besucher auch an der Pflege der Wege, die derzeit durch schwere Maschinen und Holztransporte gefordert werden. „Das Problem wird vor allem dann kommen, wenn die Wege nicht mehr genutzt werden, denn dann beginnen diese von den Rändern her zuzuwachsen. Und den Waldbesitzern ist nur schwer zu vermitteln, dass sie für die Pflege eines Weges, den sie auf lange Sicht nicht mehr nutzen werden, zahlen sollen“, so Treff. Der Förster nutzte den Termin aber auch für einen Appell an die Spaziergänger und Radfahrer im Wald: „Der Tourismus wird noch einige Zeit unter dem Holzeinschlag leiden. Da kann ein einvernehmliches Miteinander nur bei gegenseitiger Rücksichtnahme gelingen.“

29.09.2020: Timber!

Ohne Ende…. Noch läuft der Absatz, wie lange noch..?

21.09.2020: Holzernte läuft!

Ich weiß nicht, ob es von oben wirklich besser aussieht….Hier unten bekomm zumindest ich schon langsam Beklemmungen.#waldsterben2.0#Borkenkäfer#timber#holz#forestry#forstwirtschaft#wald#waldwirtschaft#waldderzukunft @ Wenden, Nordrhein-Westfalen, Germany






18.09.2020: ANW Tagung-Wildschäden

Spannend war es! Fachlich orientierte Diskussionen, ohne emotionale Überfrachtung zu einem Thema, welches uns Alle betrifft. Der Wiederaufbau unserer Wälder wird eine Mammutaufgabe für die WaldbesitzerInnen und das Forstpersonal werden. Das kann nur gelingen, wenn die Jägerschaft aktiv unterstützend mit ins Rad greift. Die notwendigen Wildbestandsregulierungen biotop- und wildtierverträglich zu gestalten, erfordert gute handwerkliche Praxis und ist eine extrem verantwortungsbewusste Arbeit!#waldsterben2.0#Borkenkäfer#forstwirtschaft#wald#waldderzukunft#freieförster#waldwirtschaft#waldbesitzer @ Schmallenberg



17.09.2020: #WaldistKlimaschuetzer


Sehr geehrte Damen und Herren, anlässlich der Themenwoche Nachhaltigkeit im Deutschen Bundestag haben gestern die AGDW – Die Waldeigentümer gemeinsam mit den Familienbetrieben Land und Forst im Regierungsviertel ihre neue Informationskampagne „Wald ist Klimaschützer“ vorgestellt. Dazu haben die beiden Verbände Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, den Fraktionsvorsitzenden der Union, Ralf Brinkhaus, sowie zahlreiche Bundestagsabgeordnete auf die Spreetreppen vor dem Reichstagsgebäude eingeladen. Im Fokus ihrer Kampagne steht die Forderung nach einer Honorierung der Klimaschutzleistung des Waldes.Diese Forderung ist für die Waldeigentümer von zentraler Bedeutung, da die Auswirkungen des Klimawandels in den Wäldern Deutschlands angekommen und zu einer existenziellen Bedrohung geworden sind. Aktuell liegt die Schadfläche bei rund ‪285.000‬ Hektar, das Schadholz bei 178 Millionen Festmetern. Betroffen sind alle Baumarten, vertrocknete Wälder, Waldbrände, Schädlingsexplosionen sind die Folge. Gleichzeitig leiden viele Waldbesitzer aufgrund der daraus resultierenden niedrigen Holzpreise unter fehlenden Einnahmen für die Wiederbewaldung. „Die aktuelle Katastrophe in unseren Wäldern macht deutlich: Es wird höchste Zeit, die Wälder über die Honorierung der Klimaschutzleistung zu stabilisieren und zukunftsfähig zu machen“, sagte Hans-Georg von der Marwitz, Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer.Der Wald ist ein zentraler Klimaschützer: Das Cluster Forst und Holz bindet mit über 127 Millionen Tonnen CO2 rund 14 Prozent des jährlichen CO2-Ausstoßes der deutschen Volkswirtschaft. Allein 8 Tonnen CO2 speichert ein Hektar Wald im Durchschnitt pro Jahr. Daher steht die Zahl 8 auch im Mittelpunkt der Kampagne. „Angesichts der enormen CO2-Speicherleistung unserer Wälder ist es nur gerecht, dass diese Leistung einen Preis erhält“, sagte Max von Elverfeldt, Vorsitzender der Familienbetriebe Land und Forst, „schließlich ist die Waldwirtschaft als größte CO2-Senke der ‚Stakeholder Nr.1‘ in Sachen Klimaschutz“. Diese große Leistung für den Klimaschutz ist viel zu wenig bekannt, so die Kritik der beiden Verbände, sie soll mit dieser Kampagne der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Im vergangenen Jahr hat die Bundesregierung mit der Klimaschutzgesetzgebung beschlossen, dass ab 2021 die CO2-Emissionen der Sektoren Verkehr und Gebäude bepreist werden. Die daraus entstehenden Einnahmen sollen in den Energie- und Klimafonds der Bundesregierung fließen. Die beiden Vorsitzenden fordern, dass die Waldbewirtschaftenden für ihre CO2-Senkenleistung aus diesem Fonds honoriert werden. „Da der CO2-Ausstoß einen Preis erhält, ist es nur konsequent, dass die CO2-Aufnahme durch die Wälder vergütet wird“, so deren Forderung. Ein schlüssiges Modell liegt seit längerem auf dem Tisch und orientiert sich an dem stofflichen Anteil des zuwachsenden Holzes, der nicht energetisch genutzt wird. Demnach werden pro Hektar Wald und Jahr der ab 2021 festgelegte Preis von 25 Euro für eine Tonne CO2 mit 4,5 multipliziert, dies entspricht einer Honorierung von 112,50 Euro pro Jahr und Hektar. Diese Klimaleistungsprämie steigt mit dem festgelegten Anstieg des CO2-Preises auf 55 Euro im Jahr 2025 auf knapp 250 Euro pro Hektar und Jahr. „Die Waldbäuerinnen und Waldbauern brauchen ein verlässliches Modell, das sie in ihrem Klimaschutz kontinuierlich unterstützt und die Existenz ihrer Wälder sichert“, so die beiden Präsidenten. www.wald-ist-klimaschuetzer.de Waldbäuerinnen und Waldbauern sind Klimaschützer! Machen Sie mit! Bitte unterstützen Sie die Kampagne, indem Sie z.B. auf Facebook Beiträge liken oder weiterleiten oder selbst ein Video erstellen. Wenn Sie selbst eine Website haben, können Sie dort auch das YouTube-Video „Wald ist Klimaschützer“ einbinden. Wir freuen uns auf Ihre Botschaft zum Thema „Wald ist Klimaschützer“ in Form eines Smartphone- Kurzvideos! Je persönlicher und authentischer Ihre eigenen Videos sind, desto mehr können und wollen sich die Empfänger mit Ihnen und unserer gemeinsamen Botschaft identifizieren. Ein zusätzliches Plus: Auf diesem Weg erhalten auch Ihre Betriebe sowie Ihre individuellen Anliegen eine zusätzliche bundesweite Plattform. Eine kurze Anleitung zum Erstellen eines Videos finden Sie hier. Max von Elverfeldt, der Vorsitzender der Familienbetriebe Land und Forst erklärt in einer kurzen Video-Botschaft, warum und wie Sie mitmachen sollen. Kein Betrieb ist zu klein, kein Betrieb zu groß, um hier mitmachen zu können. „Zeigen Sie Flagge“, damit wir gemeinsam unser Ziel erreichen können. Ihr Einsatz spiegelt sich nicht nur in direkter Form auf der Erfolgsskala unserer Kampagne wider, sondern kommt auch den nächsten Generationen zugute und rettet derzeitig bedrohte Existenzen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und möchten uns bereits vorab herzlich bei Ihnen bedanken!

Ihr Waldbauernverband NRW e.V.

13.09.2020: #MitdemJaegerunterwegs

Am 14.09.2019 habe ich @jurienjoksch über die Aktion #mitdemjägerunterwegs kennengelernt und über eine gemeinsame, erfolgreiche Frühpirsch wohl leicht „angefixxt“… Ziemlich genau 1 Jahr später konnte ich nun den frischgebackenen Jungjäger Jurien bei seinem zweiten Pirschgang überhaupt erfolgreich zu Schuss bringen! Was für ein Morgen und was für eine spannende Pirsch das war… Nun ja, dass man gleich mit 4 blitzsauber geschossenen Rehen startet, passiert auch nicht alle Tage, aber wenn Diana einen küsst, muss man halt schnell die andere Wange hinhalten! Es war mir eine große Freude Jurien an unser Handwerk und unsere Passion heranzuführen.Ein kräftiges Waidmannsheil und sei Dir sicher, das passiert so wirklich nicht alle Tage!!#sastahunting#huntingwithfriends#jungjäger#jurienjoksch#mitdemjägerunterwegs#blaserr8#stalkingismypassion#swarovskihuntingoptics#lapuaammunition#4stablesticks @ Wenden, Nordrhein-Westfalen, Germany

12.09.2020: Wir schaffen das!

Bild könnte enthalten: Baum, Himmel, Wolken, im Freien und Natur

2 Millionen Waldbäuererinnen und Waldbauern werden in den nächsten Jahren den neuen, klimastabilen Wald aufbauen. Er wird der Atmosphäre das Klimagas CO2 noch besser entziehen, die Artenvielfalt erhalten, Wasser reinigen, wertvolles Holz für gute Produkte hervorbringen und schöne Erholungsräume schaffen. Und er wird besser angepasst sein, an die heutigen und zukünftigen klimatischen Bedingungen sowie zahllose Familien mit Einkommem versorgen.Diese Männer und Frauen tun das nicht für sich selbst, sondern für ihre Ur- und Ururenkel! – und für unsere ganze Gesellschaft.Waldbau der Zukunft heißt Waldbau neu denken. Alle, die daran mitwirken, verdienen unseren Dank und unsere Unterstützung.

10.09.2020: Forestry Journal

https://www.facebook.com/watch/?v=1231520880535591

Auch im Ausland ist die Dimension unseres Waldsterbens nun Thema. Mit großer Sorge beobachtet man die Entwicklungen bei uns….(1:13 Min)

08.09.2020: Ein langer Tag neigt sich dem Ende zu…

Es grüßte wieder, nein, nicht das Murmeltier, sondern der Borkenkäfer.Die Frühpirsch war wieder einmal sehr erfolgreich und bei der anschließenden Revierarbeit begegnete uns auch endlich mal wieder der einzige Antagonist des Borkenkäfers aus dem Insektenreich. Leider wird er es auch nicht mehr retten….#forestry#forstwirtschaft#wald#waldwirtschaft#waldderzukunft#freieförster#waldsterben2#borkenkäfer @ Ostwig, Nordrhein-Westfalen, Germany

01.09.2020: Animierte Satellitenbilder: So sieht das Fichtensterben aus dem All aus

Von Lars Wienand

Waldsterben in Deutschland: So sieht der Kahlschlag aus dem All aus. Der Harz aus dem All 2020 und 2018: Großflächig sind Waldflächen verschwunden.  (Quelle: Copernicus Sentinel, Europäische Union)

Der Harz aus dem All 2020 und 2018: Großflächig sind Waldflächen verschwunden. (Quelle: Copernicus Sentinel, Europäische Union)

Ein Waldfläche größer als das Saarland ist in Deutschland seit 2018 durch Dürre und Schädlinge zerstört worden. Das ist auch aus fast 800 Kilometern Höhe zu sehen.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium kommt kaum hinterher mit dem Korrigieren seiner Zahlen: Rund 285.000 Hektar Wald müssen wiederaufgeforstet werden, weil Dürre, Sturm und Schädlinge dort gewütet haben. Der Kahlschlag trifft vor allem Fichtenwälder.

Sauerland: Links unten ist Arnsberg zu sehen. In der Heimat von CDU-Politiker Friedrich Merz hat der Naturpark schwer gelitten. (Quelle: Copernicus Sentinel, Europäische Union)

Sauerland: Links unten ist Arnsberg zu sehen. In der Heimat von CDU-Politiker Friedrich Merz hat der Naturpark schwer gelitten. (Quelle: Copernicus Sentinel, Europäische Union)

Das ist auch aus dem All gut zu sehen. t-online.de hat Bilder der europäischen Erdbeobachtungssatelliten Sentinel 2 aus August 2018, August 2019 und August 2020 ausgewertet und animiert.

Kahlschlag im Harz: Rund um den Brocken bieten sich traurige Bilder. Rechts oben im Bild aus 800 Kilometern Höhe ist Wernigerode zu sehen. (Quelle: Copernicus Sentinel, Europäische Union)

Kahlschlag im Harz: Rund um den Brocken bieten sich traurige Bilder. Rechts oben im Bild aus 800 Kilometern Höhe ist Wernigerode zu sehen. (Quelle: Copernicus Sentinel, Europäische Union)

Sie vermitteln einen Eindruck, in welchem Ausmaß in manchen Regionen der Wald verschwunden ist. Die Bilder zeigen aus fast 800 Kilometern Höhe Regionen im Sauerland, im Harz, im Teutoburger Wald, im Taunus und im Westerwald. Dort hat t-online.de Bundeswehrsoldaten im Kampf gegen das Fichtensterben begleitet

Teutoburger Wald: Vom Hermannsdenkmal blickt Arminius auf kahle Flächen. Rechts oben ist Detmold zu sehen.  (Quelle: Copernicus Sentinel, Europäische Union)

Teutoburger Wald: Vom Hermannsdenkmal blickt Arminius auf kahle Flächen. Rechts oben ist Detmold zu sehen. (Quelle: Copernicus Sentinel, Europäische Union)

Sentinel bedeutet übersetzt „Wächter“. Die ESA hat 2015 und 2017 die baugleichen Satelliten Sentinel-2A und Sentinel-2B ins All geschickt. Mit hochaufgelösten Spektralaufnahmen des von der Erdoberfläche reflektierten Lichts ist es Wissenschaftlern auch möglich, zu bestimmen, welche Vegetation wo wächst und wo sich Wasser findet.

Taunus: 15 Kilometer nördlich von Wiesbaden sind bei Idstein große Flächen zerstört. Durchs Bild verläuft die A3. Vor allem auf dem Bild von 2019 ist im Vergleich zu sehen, wie sich durch die Ernte das Gesicht der Landschaft verändern kann.

Taunus: 15 Kilometer nördlich von Wiesbaden sind bei Idstein große Flächen zerstört. Durchs Bild verläuft die A3. Vor allem auf dem Bild von 2019 ist im Vergleich zu sehen, wie sich durch die Ernte das Gesicht der Landschaft verändern kann.

Land- und Forstwirtschaft werden von Sentinel-2 genauso erfasst wie etwa Überschwemmungen, Waldbrände sowie Erdrutsche. 

Fichtenwälder auf der als Köppel bekannten Erhebung bei Montabaur. Von oben nach rechts verläuft die Autobahn A3 von Köln nach Frankfurt, davon geht die Autobahn A48 nach Koblenz ab.  (Quelle: Copernicus Sentinel, Europäische Union)

Fichtenwälder auf der als Köppel bekannten Erhebung bei Montabaur. Von oben nach rechts verläuft die Autobahn A3 von Köln nach Frankfurt, davon geht die Autobahn A48 nach Koblenz ab. (Quelle: Copernicus Sentinel, Europäische Union)Verwendete Quellen: